Herman Müller verkörpern Stuhl

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Er ist zusammengeklappt keine fünf Zentimeter tief und wiegt weniger als fünf Kilo – der Stuhl „Plia“ von Giancarlo Piretti (*1940). Eigentlich für den Außenbereich oder als Provisorium entworfen, trat der Klappstuhl kurz nach seiner Präsentation auf der Möbelmesse Mailand 1968 seinen Siegeszug durch die italienischen Wohnungen und Büros an, wo er bis heute anzutreffen ist. Er war modern, aber nicht modisch. Durch die Verwendung des transparenten Kunststoffs und des verchromten Stahlrohrs lehnte sich der Stuhl an die Glas- und Stahl-Architektur jener Zeit an. Die Verwendung dieses Materials und sein einfaches Herstellungsverfahren garantierten zudem einen moderaten Verkaufspreis.
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Gemütlich zurücklehnenWenn wir zu lange in ein und derselben Position verharren, mindern unsere Muskeln die Pumpleistung, mit der sie Nährstoffe zu den Bandscheiben befördern. Dank seiner besonderen Neigung kann der Aeron Stuhl allen Bewegungen seines Benutzers folgen, sodass jede Haltung – ob vorgebeugt oder zurückgelehnt – intuitiv unterstützt wird. Durch den schlankeren neuen Neigungsmechanismus und den optimierten Gleichgewichtspunkt vollführt der Stuhl jetzt zudem noch reibungslosere Bewegungsabläufe. Der Aeron ist so konzipiert, dass sein Benutzer immer Kontakt zur Rückenlehne hat und sich auch beim Zurücklehnen jederzeit gut unterstützt fühlt.
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Ohne eigene Rohstoffe, setzte die Industrie schon früh auf die energieintensive Aluminiumproduktion, welche dank der Wasserkraft aus den Bergen günstig war. Begeistert schrieben Zeitgenossen von „der weißen Kohle“, die den „Landi“ als unglaublich leichten, ergonomischen, federnden, stapelbaren und formschönen Stuhl erst möglich machte. Andererseits repräsentierte der Stuhl einen modernen und eleganten Gegenentwurf zum nationalen Formvokabular jener Jahre.“ Nur echt mit 91 Löchern, wird er heute von Westermann wieder aufgelegt.”
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Geschichte des Designs Design von Bill Stumpf und Don Chadwick, 1994Als sich die Designer Bill Stumpf und Don Chadwick daran machten, einen gesundheitsfördernden, vielseitig einsetzbaren und umweltfreundlichen Stuhl zu bauen, der sich an die verschiedensten Körperformen anpassen kann, entwickelten sie ein Design, das die Welt bis dahin noch nicht gesehen hatte. Was Ergonomie und die innovative Verwendung von Materialien anging, war Aeron eine absolute Neuheit. Er war bequem, ohne auf die altbekannten Materialien wie Schaumstoff, Textil oder Leder zurückzugreifen. Er veränderte die Wahrnehmung der Menschen und erweiterte auf diese Weise den Begriff des Bürostuhls. Insofern ist es kaum verwunderlich, dass er bald Eintritt in die Welt der Populärkultur fand. Die Neuauflage von Don Chadwick, 2016Auch zwanzig Jahre später gelten noch dieselben Kriterien als Grundlage für den neuen Aeron. Ähnlich wie Kultfilme oder Albumklassiker für neue Medien, Standards und Zuhörer aufbereitet werden, haben wir von Herman Miller den Aeron anhand neuster Forschungsergebnisse zur Art und Weise, wie Menschen sitzen, zu Materialverbesserungen, Herstellung, Technologie und der heutigen Arbeitswelt überarbeitet. Das Büro von 1994 würde uns heute vermutlich sehr seltsam anmuten. Nach all den Veränderungen, die wir seitdem erlebt haben, musste sich daher auch der Aeron verändern, um den Bedürfnissen der heutigen Arbeitsumgebungen und der Menschen, die darin arbeiten, gerecht zu werden.
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Design von Bill Stumpf und Don Chadwick, 1994Als sich die Designer Bill Stumpf und Don Chadwick daran machten, einen gesundheitsfördernden, vielseitig einsetzbaren und umweltfreundlichen Stuhl zu bauen, der sich an die verschiedensten Körperformen anpassen kann, entwickelten sie ein Design, das die Welt bis dahin noch nicht gesehen hatte. Was Ergonomie und die innovative Verwendung von Materialien anging, war Aeron eine absolute Neuheit. Er war bequem, ohne auf die altbekannten Materialien wie Schaumstoff, Textil oder Leder zurückzugreifen. Er veränderte die Wahrnehmung der Menschen und erweiterte auf diese Weise den Begriff des Bürostuhls. Insofern ist es kaum verwunderlich, dass er bald Eintritt in die Welt der Populärkultur fand. Die Neuauflage von Don Chadwick, 2016Auch zwanzig Jahre später gelten noch dieselben Kriterien als Grundlage für den neuen Aeron. Ähnlich wie Kultfilme oder Albumklassiker für neue Medien, Standards und Zuhörer aufbereitet werden, haben wir von Herman Miller den Aeron anhand neuster Forschungsergebnisse zur Art und Weise, wie Menschen sitzen, zu Materialverbesserungen, Herstellung, Technologie und der heutigen Arbeitswelt überarbeitet. Das Büro von 1994 würde uns heute vermutlich sehr seltsam anmuten. Nach all den Veränderungen, die wir seitdem erlebt haben, musste sich daher auch der Aeron verändern, um den Bedürfnissen der heutigen Arbeitsumgebungen und der Menschen, die darin arbeiten, gerecht zu werden.
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1967Rolf HeideStapelliegeWürde ein junger Designer heute ein solch einfaches Möbel entwerfen, müsste man ihn wohl mit dem Hinweis auf ein bekanntes schwedisches Möbelhaus zur Raison rufen. Wie um alles in der Welt soll man so etwas zu einem vernünftigen Preis auf den Markt bringen? Rolf Heide (*1932), gelernter Tischler und studierter Innenarchitekt musste sich 1967 diese Sorgen nicht machen. Seine „Stapelliege“, zerlegbar zu einem flachen Paket, entstand für eine Möbelserie der Zeitschrift „Brigitte“, die damals neue Ideen vom Wohnen populär machte. Die Liege besteht aus Schichtholz, dessen durchdachter Zuschnitt dafür sorgt, dass die Matratze nicht verrutscht. Ihre Rundungen ermöglichen sicheres Stapeln.Heide, der später für Hersteller wie Interlübke gleichfalls einfache, aber vom Material und der Verarbeitung her, weit anspruchsvollere Produkte entwarf, schuf hier einen praktischen wie plausiblen Alltagsgegenstand, von Müller Möbelwerkstätten produziert und ergänzt um farbige Varianten und nützliches Zubehör von der Ablage bis zum Bettkasten.
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Das grafische Ornament erfüllt zwei Funktionen: Es dient der Belüftung und sorgt dafür, dass Regenwasser schnell abläuft. Der Stuhl ist aus verschiedenen, aufwendig gearbeiteten Aluminiumelementen zusammengesetzt, was mehr der Ergonomie und Ästhetik geschuldet ist, als dem Wunsch, ein preiswertes Produkt zu schaffen.
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Der junge Designer, der in London Ende der Achtziger damit beschäftigt war, als Performancekünstler durch Clubs zu ziehen und Einzelstücke aus Recyclingmaterial und Metall zusammenzuschweißen, entwarf mit dem S-Chair sein erstes Serienmöbel. Cappellini legte den Stuhl 1991 auf und stellt ihn seither mit verschiedenen Bezügen her. Das schlüssigste Material aber bleibt das Korbgeflecht, weil es dem exzentrischen Freischwinger anthropomorphe Formen verleiht, die an Rückgrat und Rippen erinnern.
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Die Lobeshymnen über den jungen Niederländer Joris Laarman (*1979) reißen nicht ab, seit er noch während seines Studiums einen Heizkörper entwarf, der nicht nur durch seine Form als barockes Ornament Experten in Verzückung versetzte, sondern auch, oder gerade weil, dieser Heizkörper Wärme effektiver abgab, als der klassisch geometrische. Mit seinem „Bone Chair“ aus dem Jahr 2006, der in der Tradition Carlo Mollinos zu stehen scheint, verhält es sich ähnlich. Der von einer skelettähnlichen Konstruktion gestützte Stuhl entstand im Rapid Prototyping aus gegossenem, poliertem Aluminium und gilt heute als eines der herausragendsten Werke der letzten Dekade.
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Design von Bill Stumpf und Don Chadwick, 1994Als sich die Designer Bill Stumpf und Don Chadwick daran machten, einen gesundheitsfördernden, vielseitig einsetzbaren und umweltfreundlichen Stuhl zu bauen, der sich an die verschiedensten Körperformen anpassen kann, entwickelten sie ein Design, das die Welt bis dahin noch nicht gesehen hatte. Was Ergonomie und die innovative Verwendung von Materialien anging, war Aeron eine absolute Neuheit. Er war bequem, ohne auf die altbekannten Materialien wie Schaumstoff, Textil oder Leder zurückzugreifen. Er veränderte die Wahrnehmung der Menschen und erweiterte auf diese Weise den Begriff des Bürostuhls. Insofern ist es kaum verwunderlich, dass er bald Eintritt in die Welt der Populärkultur fand.
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Gesundheitsförderndes DesignMit ihrem Aeron haben Stumpf und Chadwick gezeigt, dass ein Stuhl mehr ist als nur eine Sitzgelegenheit – er kann auch konkrete positive Auswirkungen auf uns haben. Vielseitiges DesignVielseitiges Design ist nicht nur ein Schlagwort, sondern wird von uns mit Bedeutung gefüllt. Denn der Aeron unterstützt vielfältigste Aktivitäten und Sitzpositionen, von der konzentrierten vorgebeugten Haltung bis hin zum entspannten Zurücklehnen. Für Designer und Unternehmen bedeutet vielseitiges Design, dass sie den Aeron in den verschiedensten Arbeitsumgebungen einsetzen können, vom heimischen Arbeitsplatz bis hin zum Großraumbüro. Offenes DesignBei Stühlen kann man nicht mit Einheitsgrößen arbeiten. Deswegen gibt es den Aeron in drei verschiedenen Größen, um einem größtmöglichen Spektrum anthropometrischer Körperformen gerecht zu werden und größtmöglichen Komfort bieten zu können. Umweltfreundliches DesignUmweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit sind beim Aeron Programm, um die Umwelt – die direkte Umgebung wie auch die Gebiete, aus denen die Ressourcen für die Herstellung stammen – möglichst wenig zu belasten.
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Zuerst tauchten ähnliche Sitzgelegenheiten in Feldlagern der Britischen Expeditionsarmee in Asien und Afrika auf, wo Offiziere ihn als komfortables Möbel schätzten. Der Stuhl ist zerlegbar, nimmt zusammengepackt wenig Platz ein, ist in sich beweglich und gleicht daher Bodenunebenheiten ohne Weiteres aus.
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Nicht nur Marcel Breuer experimentierte in den 20er-Jahren mit Stahlrohr, auch der niederländische Architekt Mart Stam (1899–1996) zeigte 1926 einen auskragenden Stuhl aus Stahlrohr in der Ausstellung der Weißenhofsiedlung. Allerdings war seine Version etwas steifer und weniger flexibel als Marcel Breuers ebenfalls 1926 entworfenes Modell „B32“, das beim Sitzen leicht nachgeben konnte und durch die Elastizität den Eindruck verschaffte, man würde auf einem Luftkissen sitzen.
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„La Chaise“ – der Name ist einerseits eine Hommage des Paares an den franko-amerikanischen Bildhauer Gaston Lachaise, andererseits bedeutet er „Stuhl“. Er besteht aus zwei hauchdünnen, miteinander verklebten Fiberglasschalen. Hartgummischeiben halten diese auf Distanz, der Hohlraum wurde mit Styrol ausgeschäumt. Die Öffnung im Rücken betont die Leichtigkeit der Konstruktion auch optisch. Durch die fünf, teilweise schräg angeordneten Stäbe und das hölzerne Fußkreuz wirkt das Möbel, als würde es schweben. „La Chaise“ wird seit 1990 von Vitra produziert.

Published on Jun 12, 2017 | Under Designs | By admin